Lenz Leon H. - ein früher Start ins Leben und ein langer Weg nach Hause
Anke H. und Markus J. freuen sich auf das erste gemeinsame Kind. Doch in der 25. Schwangerschaftswoche zerplatzt der Traum vom unbeschwerten Elternglück. Per Notkaiserschnitt kommt der kleine Lenz Leon mit einem Geburtsgewicht von 732g, Anfang 2007, auf die Welt. Die nächsten Wochen und Monate werden für die Eltern zu einer harten Prüfung. Nach der Geburt wird bei Lenz Leon eine Hirnblutung 3.Grades festgestellt, bei der notfallmäßigen Entbindung kam es zu einer Fraktur des linken Armes und als Folge dessen zu einer Schädigung der Nervenbahn. Nach einem Monat ist Lenz Leon in der Lage selbstständig zu atmen und nimmt stätig an Gewicht zu. Um in der Nähe ihres Sohnes sein zu können, nutzt Anke H. die Möglichkeit der Unterbringung in den Elternzimmern über der Intensivstation. Gegenseitig lernen sich Mutter und Kind intensiv kennen. Schon bald erkennt Anke H. kleinste Veränderungen bei Lenz Leon. Nach 128 Tagen Krankenhausaufenthalt und 5 Operationen wird Lenz Leon mit 3400g entlassen. Es ist unglaublich, was die Familie alles bewältigen musste und wie sehr ein so winziges Menschenkind kämpfen kann. In den nächsten Monaten und Jahren wird ihr Sohn sehr viel Aufmerksamkeit und Förderung benötigen. In dieser Verantwortung aber müssen sie erst hineinwachsen, um den Start daheim zu erleichtern werden sie zunächst 20 Stunden - verteilt auf mehrere Wochen - von einer Fachkinderkrankenschwester zu Hause besucht. Die Schwester kennt Lenz Leon und seine Eltern schon seit der Entbindung, hat seinen langen Weg auf der Intensivstation begleitet und ist mit seinen Eigenheiten vertraut. Wenn die Familie Anfangsängste abgebaut und Sicherheit gewonnen hat, die pflegerische und medizinische Versorgung des kleinen Lenz Leon daheim funktioniert, ist ihr Einsatz beendet.